Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
load images


Newsletter Juni 2020

Liebe Netzwerk-Mitglieder und Freund*innen der Persönlichen Zukunftsplanung,

seit Tagen zermartere ich mir den Kopf, was ich hier in dieses Editorial schreiben soll. Soll ich über Corona schreiben? Oh, bitte nicht! Dazu muss nicht ich auch noch etwas sagen. Soll ich über das Wetter schreiben? Lieber nicht! Könnte es doch ungute Gedanken zu Hitzesommer oder Klimawandel auslösen.

Dann fiel mir ein, dass am letzten Wochenende die Sommersonnenwende war. Der längste Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Wir hier im Norden merken das besonders deutlich. Bis tief in die Nacht noch ein Lichtstreif am Horizont und schon um 3.00 Uhr begrüßen die Vögel mit lautstarkem Konzert den neuen Tag. Es ist die Zeit des Lichts, der Leichtigkeit und der Freude.
Was hat das mit Zukunftsplanung zu tun? Vielleicht so wie in der Geschichte von Alexander, der Maus, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen, die alle eifrig Strohhalme und Körner für den Winter sammeln, nur in der Sonne sitzt und das Licht und die Wärme in sich sammelt, um sie dann immer noch in sich zu finden und andere damit zu erfreuen, wenn es draußen wieder kalt und dunkel ist.

In diesem Sinne, sammelt Sonnenstrahlen, sammelt Freude, sammelt Licht, so lange es in Fülle da ist. Wir werden sie für jede Zukunft (-splanung) gut gebrauchen können.

Petra Orth

Inhalt
  1. Newsletter Juni 2020
  2. Liebes Netzwerk-Mitglied,
  3. Netzwerk-Treffen und Mitgliederversammlung am 13. und 14. November 2020in Wien und online
  4. Weiterbildung in Corona-Zeiten - was geht?
  5. Partnerschaft und Sexualität
  6. Mitglieder stellen sich vor - dieses Mal:Hannah Furian
  7. Liebe Menschen, die dies im Newsletter lesen möchten
  8. FachTATtag und Mitgliederversammlung
  9. Neuausgabe von "I want my dream" erschienen
  10. Interview zu Persönlichen Zukunftsplanung mit Stefan Doose
  11. Weiterbildungen

Netzwerk-Treffen und Mitgliederversammlung
am 13. und 14. November 2020
in Wien und online


Es wird ein Netzwerk-Treffen geben!
Aber wie so vieles in dieser Zeit wird es ein bisschen anders sein.

Das Netzwerk-Treffen wird in Wien in den Veranstaltungsräumen "Catamaran" stattfinden, mit viel Platz für Abstand, mit Masken (vielleicht ja auch schon ohne) und mit
hoffentlich vielen interessanten Beiträgen.

Parallel wird es auch ein Netzwerk-Treffen online geben. So können sich Einzelne oder auch kleine regionale Gruppen, die nicht nach Wien reisen können oder wollen, zu dem Treffen in Wien dazuschalten. Es wird Beiträge per Videoschaltung geben und möglichst auch kleine Chatrooms, um mit alten und neuen Bekannten zu plaudern.

Dieses Format von "echtem" Treffen und online-Treffen wird neu sein. Im Netzwerk hat es das so noch nicht gegeben. Es ist ein großes Experiment und eine große Chance, denn so verstreut, wie all die Zukunftsplaner*innen im deutschsprachigen Raum (und darüber hinaus) sind, öffnet es die Möglichkeit auch weiterhin zu mehr Austausch und Begegnung untereinander.

Doch damit es gelingen kann, brauchen wir Eure Unterstützung!
Bereits vor einigen Tagen haben alle Mitglieder des Netzwerks eine Ankündigung für das Netzwerk-Treffen erhalten mit der Bitte, einen Fragebogen zurückzusenden.
Hier noch einmal:

Bitte sendet den Fragebogen zurück!!

Natürlich sind auch alle Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen in Wien oder online mit dabei zu sein. Wer Ideen für Beiträge vor Ort oder per Video hat oder wer Kenntnisse in online-Meetings auch im größeren Rahmen hat, ist herzlich eingeladen, sich zu melden bei
Petra Orth petra.orth@persoenliche-zukunftsplanung.eu

Lasst uns ein buntes, kreatives, vielseitiges Treffen veranstalten!!

Wir freuen uns schon jetzt darauf!



Weiterbildung in Corona-Zeiten - was geht?


„Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“ Neben John Lennon können wir auch als Zukunftsplaner*innen davon immer mal wieder ein Lied singen. Zum Beispiel weil in jüngster Corona-Zeit der Start von Weiterbildungen verschoben werden musste oder laufende Kurse pausieren mussten. Die Kurse in Freiburg und in Bayern traf der Corona-Lockdown, als sie gerade mit Baustein 3 „Bergfest“ gefeiert hatten. Als sich abzeichnete, dass Baustein 4 nicht wie geplant stattfinden konnte, entstand eine Lücke, die es zu füllen galt.  Als Kursbegleiter*innen beschäftigten sich Sabine Finkbohner, Tobias Zahn und Carolin Emrich mit Fragen wie diesen:
  • Wie lässt sich auch in solchen Zeiten thematisch und gruppendynamisch der rote Faden halten?
  • Haben die Teilnehmer*innen in der aktuellen Situation überhaupt den Kopf frei für Zukunftsplanungs-Inhalte?
  • Welche Transfermöglichkeiten des Gelernten in die Praxis bieten sich den Teilnehmer*innen in der Corona-Zeit?
Und so haben wir angefangen, einfach mal auszuprobieren, was weiterbildungsmäßig geht und was Gruppen brauchen.

Die Freiburger Gruppe gestaltete ein digitales Treffen. Daraus erwuchs der Wunsch einiger Teilnehmer*innen, die Zeit bis zu einem nächsten Präsenz-Seminar für erste eigene Schritte in Bezug auf „Botschafterei“ zu nutzen. Teilnehmer*innen begannen damit, Präsentationen auch zum Einsatz in digitalen Formaten zu entwickeln, um die Ideen von Zukunftsplanung in die Welt zu tragen. Aus dem zunächst von den beiden Kursbegleiter*innen initiierten digitalen Gruppentreffen entwickelte sich schließlich ein reger von den Teilnehmer*innen selbst per Zoom und Whats App  weiter organisierter Austausch.
Einige von ihnen nutzten ferner die Möglichkeit, am 10.06.2020 am digitalen FachTATtag in der Schweiz teilzunehmen.

Die bayerische Weiterbildungsgruppe traf sich während des Lockdowns digital in zwei Halbgruppen für je 2 Stunden, um sich auszutauschen, miteinander zu zeichnen und anhand einer gemeinsam erarbeiteten Fragestellung die Methode des Y-Plakats kennen zu lernen. Ferner wünschte sich diese Gruppe von der Kursbegleitung ein Lernvideo. Es entstand ein Erklär-Video zum Lebensqualitäts-Mandala. Beide Formen „digitaler Häppchen“ wurden von der Gruppe sehr wertgeschätzt.

Während die Freiburger Gruppe bisher noch im Lockdown verbleibt und die Zeit weiterhin digital überbrückt (z.B. mit einem Treffen am 13.07. per Zoom, bei dem es um die Kompetenzen einer Moderator*in geht), hat die bayerische Gruppe am 19. und 20.06.2020 den 4. Baustein als Präsenzveranstaltung nachgeholt. Die Freude war groß, wieder miteinander anknüpfen zu können - auch wenn das Miteinander-Lernen durch das Abstand-Halten anders war als „früher“. Die Gruppe traf sich in einem großen Theatersaal. Im weit auseinander gestellten Stuhlkreis kamen sich die Teilnehmer*innen manchmal verloren vor. Die Inhalte wurden viel mehr als sonst in der Gesamtgruppe erarbeitet, da viele andere Arbeitsformen aufgrund der räumlichen Situation unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nicht umsetzbar waren. Alle waren froh um die bereits vor Corona entstandene Gruppendynamik, die letztlich auch durch diese Präsenztage unter besonderen Bedingungen trug und v.a. über Verunsicherungen in der Begegnung am ersten Tag hinweg half.

Als Zwischenfazit aus der Corona-Zeit lässt sich beschreiben: Zukunftsplanung braucht in Planungen wie auch in Weiterbildungen Präsenz und „echte“ Nähe!  Wir werden und wollen also nie ganz auf digitale Formate umstellen. Weiterbildungen im bisherigen Baustein-Format jedoch mit verschiedenen „digitalen Häppchen“ zu ergänzen, kann eine Bereicherung sein. So können wir aus der Not eine Tugend machen, Inhalte in Präsenz-Zeiten entzerren und den Lernprozess durch weitere Kanäle bereichern, ohne dabei den Zauber des gemeinsamen Zukunft-Planens zu vermissen. 

Carolin Emrich


Partnerschaft und Sexualität

Meine Einrichtung unterstützt sehr die PZP, aber auch wir wissen noch allzu oft, was gut für die Bewohner ist. Dennoch, glaube ich, sind wir auf einem sehr guten Weg.
Auch das Thema Partnerschaft und Sexualität wird nicht in der Tabu-Ecke gelassen. Eigentlich ist es in meinem Verständnis eines von vielen Themen die als Wunsch und Bedürfnis während einer PZP auftaucht und es eben eine/n Unterstützer*in im Helferkreis geben muss, die/der mit diesem Thema offen umgehen kann.
Dennoch frage ich mich, ob es Erfahrungen gibt, wie jemand seine Wünsche und Träume mit der Methode PZP zur Realität werden lassen konnte.

Was könnte den Unterstützer*innen außer der Personenzentrierten Haltung helfen, einen Menschen zu diesem Thema zu begleiten.
Wie könnte also solch ein, von ihnen vorgeschlagener, „Suchtext“ aussehen? 
Deshalb:

Liebe Netzwerker*innen,
ich suche Unterstützer*innen von Personen, welche Wünsche und Träume zum Thema Partnerschaft und Sexualität äußerten und bei der Realisierung unterstützt wurden.
Gibt es neben der Personenzentrierten Haltung, Erfahrungsschätze, von denen andere Unterstützer*innen oder andere Planende Personen profitieren könnten.
Braucht es einfach eine/n Unterstützer*in, die/der mit solch intimen Themen offen umgehen kann? Oder gibt es zusätzlich Materialien, Literatur oder Fortbildungen, die zu einer bestmöglichen Begleitung beitragen können?
Wer kann sein Wissen mit mir teilen?

Interessierte Grüße
Sandra Bachmann 
Coach WKS

Begleitetes Wohnen
sandra.bachmann@werraland.de



Mitglieder stellen sich vor - dieses Mal:

Hannah Furian

Liebe Menschen, die dies im Newsletter lesen möchten,

ich heiße Hannah, bin 32 Jahre alt, sitze im Rollstuhl und bin oft mit Persönlicher Assistenz im Alltag zu treffen.

Das Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V. habe ich 2012 in Hamburg mit gegründet, nachdem ich 2011 Persönliche Zukunftsplanung in Berlin besser kennen gelernt hatte.
Mein Studium der Rehabilitationspädagogik schloss ich im März 2013 mit einer Arbeit zum Zusammenhang zwischen Persönlicher Zukunftsplanung und Empowerment ab. Mit meiner Mutter gab ich von 2011 bis 2019 Workshops zu Persönlicher Zukunftsplanung auf vielen Tagungen. Es ist sehr selten, dass Mütter und ihre Töchter gemeinsam Workshops geben, sagte man mir. Wir konnten aus zwei Sichtweisen zu den gleichen Themen befragt werden, waren offen für Neues und Fragen und haben uns während der gemeinsamen Arbeit noch mal ganz anders kennen gelernt. Vielen Dank dafür, liebe Ilse!

Im April 2018 schloss ich eine Weiterbildung in Persönlicher Zukunftsplanung in Dresden erfolgreich ab. Auch da habe ich viel Neues über mich und die Sichtweisen anderer Menschen erfahren dürfen und eine Lagebesprechung für mich gemacht. Dafür noch mal vielen Dank an die inklusivste Gruppe, die ich bisher in meinem Leben kennen lernen durfte!

Ich habe also schon viel gemacht im Rahmen von PZP und konnte schon einige Methoden anwenden und selber weitergeben, zum Beispiel im Rahmen von Workshops zu Empowerment oder meiner Arbeit in einer Beratungsstelle der EUTB® für Menschen mit chronischen Krankheiten, Behinderungen und ihren Angehörigen bei der Firma GETEQ mbH  in Berlin. Seit 2008 lebe und arbeite ich hier und genieße ständig mein buntes und schräges Leben, das mir durch ein großes Netzwerk an Persönlicher Assistenz, Freunden und Familie ermöglicht wird!

PZP heißt für mich: „Möglichkeit zum Weiterdenken, Andersdenken, schräg sein“. Deshalb entstand 2016 in mir der Wunsch die vielen Lesenden bekannten Vorlage von „2 Seiten über mich“ etwas abzuwandeln. Ich nannte es „Mein Leben als Mensch“, nach dem mich inspirierenden Buch von Jan Weiler. Dabei war mir wichtig, dass etwas entsteht, das mich stärkt und nur bei mir bleibt. Jetzt möchte ich den Inhalt gerne weitergeben, weil ich hoffe, in diesen Zeiten der Krise damit Kraft schenken zu können. Neben meinem Bild, Namen Geburtsdatum und dem Titel sind folgende Felder auf der Seite auszufüllen:
  • Hier wohne ich
  • Das gefällt anderen an mir
  • Das ist mir in meinem Leben wichtig!
  • Das mache ich gerne
  • So kann man mich unterstützenUnd hier der Link    Mein Leben als Mensch PDF
Geschafft!
Dieser Text von mir geht mit allen guten Wünschen zu Ende in dieser ungewöhnlichen Zeit und mit der Hoffnung, dass ich Sie damit ein wenig unterhalten konnte….

                  Mai 2020                                               Hannah Furian



FachTATtag und Mitgliederversammlung

Die Situation beflügelte unser Kreativität. Ausnahmsweise wurde Zukunftsplanung digital:
Am virtuellen FachTATtag von WINklusion diskutierten die Teilnehmenden über Wirkung und Auswirkung der Corona-Zeit auf ihr Leben und auf ihre Aktivitäten zur Zukunftsplanung.
Von Stillstand bis Dynamik waren die Standpunkte und Wahrnehmungen gestreut. Ein Teilnehmer mit Beeinträchtigung brachte seine Sicht der Dinge auf den Punkt: „Jetzt habt ihr (im Lockdown) mal erlebt, was für uns ein Stück Alltag ist.“
Frisch, tief, berührend gingen wir in den Dialog in Gruppenräumen, inspiriert von 4+1 Frage. Das erste Mal waren Mitglieder und Teilnehmende aus der französischen Schweiz mit dabei und teilten ihre Gaben, Ideen und Erfahrungen. Mehr davon - noch viel lieber live.

Die anschliessende Mitglieder-Versammlung ging glatt über die Bildschirme.
Gemeinsam einfach machen!!
                                                              Tobias Zahn




Neuausgabe von
"I want my dream" erschienen


Unter dem Titel "I want my dream! Persönliche Zukunftsplanung weiter gedacht" ist die völlig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe 2020 des Buches von Stefan Doose erschienen. Es ist faktisch ein neues Buch geworden. Der Textteil ist jetzt doppelt so umfangreich, sowohl die inhaltlichen Impulse zum Nachdenken über Persönliche Zukunftsplanung als auch die Beschreibung der vielfältigen kleinen Methoden der Zukunftsplanung wurden ausgebaut, der Materialteil mit vielfältigen Mitwirkenden aus dem Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung neu gestaltet!
Das Buch kann sowohl in gebundener Form, als auch als PDF erworben werden. Der Preis für das Buch beträgt jetzt 27,90 € (3 € mehr), der Paketpreis mit dem Kartenset Persönliche Zukunftsplanung ist mit 39,90 € gleich geblieben.
Das Buch lohnt sich für alle, die an dem Konzept und den Methoden Persönlichen Zukunftsplanung interessiert sind.

Zum bestellen unter:
I want my dream




Interview zu Persönlichen Zukunftsplanung mit Stefan Doose



Die Universität Bremen hat mit dem path2in Lernpfade in die inklusive Pädagogik entwickelt. Dafür wurden zu verschiedenen Themen der inklusiven Pädagogik Expert*innen interviewt. Dieses Material steht als Open Source Material allen Interessierten zur Verfügung. Jetzt wurde auch ein Interview mit Stefan Doose zum Thema Persönliche Zukunftsplanung veröffentlicht.

Interview zu Persönlicher Zukunftsplanung



Die nächsten geplanten Kurse:

Aachen,
Leben & Wohnen
Leitung Sonja Mauritz
Neuer Beginn 13. August 2020
Informationen unter Weiterbildung Aachen

Zürich
, winklusion
Leitung Tobias Zahn

Beginn 21. August 2020
Informationen unter Weiterbildung Zürich

Hannover
, Akademie für Reha-Berufe

Leitung Ninja Schwarz
Beginn 30. Sept. 2020
Informationen unter Weiterbildung Hannover

Lugano, atgabbes
auf Italienisch
Leitung Tobias Zahn
Neuer Beginn 13. Okt. 2020
Informtionen unter Weiterbildung Lugano

Graz
, inbildung

Leitung Nicci Blok
Beginn 23. Okt. 2020
Informationen unter Weiterbildung Graz

Tragwein, Diakonie Akademie
Leitung Nicci Blok
Beginn Herbst 2021
Informationen unter Weiterbildung Tragwein





Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V.
Steinrader Hauptstr. 16
23556 Lübeck
Deutschland


info@persoenliche-zukunftsplanung.eu
www.persoenliche-zukunftsplanung.eu

Vorsitzender: Jochen Felderbauer
Amtsgericht Lübeck Vereinsregisternummer: VR 3833 HL
Finanzamt Lübeck StNr. 22/290/85933