Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
load images


Newsletter April 2020

Liebe Netzwerk-Mitglieder und Freund*innen der Persönlichen Zukunftsplanung,

Corona bestimmt unser aller Leben, so auch die Aktivitäten des Netzwerks und seiner Mitglieder und Freund*innen. Alle geplanten Regional-Treffen und Seminare wurden abgesagt bzw. sind auf unbestimmt Zeit verschoben. Alle Weiterbildungen sind auf Standby und man weiß nicht, wann und wie es wieder weitergeht. Der Koordinationskreis kann auf seine Routine in HomeOffice und digitalen Meetings zurückgreifen, so dass seine Arbeit mehr oder weniger ungehindert weiterlaufen kann.

All die, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe arbeiten, haben die große Herausforderung, den sich ganz neu gestalteten Alltag für die Klient*innen zu organisieren und zu bewältigen. Geschlossene Werkstätten und Tagesförderstätten, dafür 24 Stunden Anwesenheit der Bewohner*innen der Wohneinrichtungen. Ambulante Assistenz trotz Infektionsgefahr. Wer klatscht eigentlich für all die, die im Behindertenbereich arbeiten und dafür sorgen, dass dort die Menschen, die oft auch zu Risikogruppen gehören, geschützt sind?

Auch der Newsletter fällt ein bisschen anders aus als gewohnt.
Es gibt einen Artikel mit Gedanken von Otto Scharmer zur Corona-Krise. Aber da sich heute wohl jede/r so seine Gedanken macht, gibt es auch einen interaktiven Pad, zu dem alle herzlich eingeladen sind, diese Gedanken insbesondere aus der Perspektive der Zukunftsplanung mit anderen zu teilen.
Außerdem gibt es ein Interview mit Nicolette Blok zum Thema "Persönliche Zukunftsplanung" und für personenorientierte Projekte einen Preis zu gewinnen.
Und es gibt die Zuversicht, dass es in nicht zu weiter Zukunft wieder möglich sein wird, sich persönlich zu treffen und deshalb das Netzwerk trotz allem einlädt zu einem Netzwerk-Treffen im November in Wien.

Zum Schluss möchte ich noch eine kleine Analogie erzählen, die mich zuversichtlich und guten Mutes sein lässt:
Wie entsteht eigentlich ein Schmetterling?
Zunächst gibt es eine Raupe. Diese Raupe frißt und frißt und frißt. Sie frißt und ihr ist es egal, ob die Pflanze, deren Blätter sie frißt, danach stirbt. Sie frißt und wird dick und rund, bis sie sich fast nicht mehr bewegen kann. Dann ist es Zeit, sich zu verpuppen. Sie verschwindet in einem Kokon. Es tritt völliger Stillstand ein. Doch im Innern des Kokons geschieht Gewaltiges: Die Raupe stirbt! Und doch trägt sie Zellen in sich, die das Potential haben, ein Schmetterling zu sein. Anfangs werden diese imaginativen Zellen, auch Imago-Zellen genannt, noch von den sterbenden Raupen-Zellen gefressen. Aber mit der Zeit werden es immer mehr. Sie treten in Verbindung, sie lassen ein Netzwerk wachsen, sie werden mehr und mehr zu dem, was sie in sich tragen. Und eines Tages öffnet sich der Kokon und ein Schmetterling öffnet seine Flügel.

Ob aus dem Kokon, in dem sich die Welt derzeit befindet, ein Schmetterling schlüpft oder doch nur die Raupe wieder zum Vorschein kommt, um einfach immer weiter zu fressen... Lassen wir uns überraschen.

Ich wünsche Euch allen einen strahlenden Frühling, wo auch immer Ihr ihn verbringt, trotz aller Schwierigkeiten ein starkes und zuversichtliches Herz und den Mut, Altes loszulassen und sich dem Neuen, Ungewissen zu öffnen.


Petra Orth

Inhalt
  1. Newsletter April 2020
  2. Liebes Netzwerk-Mitglied,
  3. Und wie geht es Dir so?
  4. Save the Date Netzwerk-Treffen in Wien
  5. ALLE.S INKLUSIV
  6. 2. Online-Inklusionskongress
  7. Acht aktuelle Lektionen von Otto Scharmer
  8. Preis für "Personenorientierung konkret" der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft e.V.
  9. Weiterbildungen

Und wie geht es Dir so?


Ich, Sabine Etzel, habe ein paar persönliche Zeilen für den Newsletter geschrieben:
Was ich gerade erlebe, würde ich als systemische Therapeutin eine „Musterunterbrechung“ nennen:
Ich habe alle persönlichen Termine abgesagt, Reisen storniert, mir in Windeseile weitere digitale Kenntnisse aneignet, … und verbringe viel Zeit mit mir selbst. Dabei habe ich entdeckt, dass mir solche Phasen aus meinem Leben schon vertraut sind, und ich persönlich ganz gut damit umgehen kann. Die erstaunlichere Entdeckung war, dass ich sie noch nie mit allen Familienmitgliedern, Kolleg*innen, Nachbarn, Geschäftspartnern, Politikern, … geteilt habe. - WIR unterbrechen gerade gemeinsam unsere Muster!

Diese Situation des gemeinsamen Innehaltens finde ich als Zukunftsplanerin sehr interessant: Wird die Situation dazu führen, dass wir uns gemeinsam fragen: Was ist uns als Menschheit wichtig und wie können wir das verwirklichen? Und werden wir es schaffen, dass ALLE Menschen daran teilhaben können? Wird uns durch das Erleben massiver Einschränkung bewusster, dass für Menschen mit Unterstützungsbedarf ein solches Leben oft den gewohnten Alltag darstellt? - Können wir uns mit Zukunftsvisionen wie Klimawandel, Frieden, globaler Solidarität, Inklusion, … verbinden und etwas Neues entstehen lassen, von dem wir heute noch gar nicht wissen, wie es sein wird?

Selten wurde uns allen so direkt vor Augen geführt, wie sehr sich persönliches Verhalten auf globale soziale und ökologische Prozesse auswirkt. Ich wünsche mir, dass viele Menschen diese Erfahrung bewusst wahrnehmen und sich fragen: „Könnte es sein, dass das Virus unser aller Leben in eine Richtung ändert, in die ich sowieso wollte?“

Mir ist bewusst, dass jede*r die Situation gerade anders erlebt, sich andere Fragen stellt, andere Belastungen bewältigen muss. Deshalb möchte ich euch alle einladen, eure Erfahrungen aus dem Blickwinkel von Persönlicher Zukunftsplanung mitzuteilen. Klickt dazu auf den folgenden Link, damit sich das interaktive pad öffnet. Das pad ist ein geschützter Raum, in dem nur diejenigen schreiben bzw. lesen können, die den Link erhalten.

Link zum pad
                                                                      Sabine Etzel

Niemand weiß, wie die Welt in einem halben Jahr aussieht. Doch ein Termin im November hat echte Chancen, dass er stattfinden kann. Deshalb auf jeden Fall schon mal im Kalender notieren. Alle weiteren Informationen gibt es, wenn verbindlichere Ansagen möglich sind.

ALLE.S INKLUSIV
2. Online-Inklusionskongress vom 12. - 19.3.2020
Interview mit Nicolette Blok zur Persönlichen Zukunftsplanung
Im Rahmen des 2. Online-Inklusionskongress hat Bettina Krück die langjährige Zukunftsplanerin Nicolette Blok interviewt. Freundlicherweise hat Bettina Krück dem Netzwerk das Interview zur Verfügung gestellt. Das vollständige Interview kann man sich auf der Homepage des Netzwerks Persönliche Zukunftsplanung anhören und anschauen.

Interview mit Nicolette Blok


Acht aktuelle Lektionen von Otto Scharmer

"........
Nachdem ich (Otto Scharmer) mit dem letzten Flugzeug aus Europa in die USA zurückgekehrt bin, bevor das Reiseverbot (...) in Kraft trat, habe ich das Gefühl, dass ich in der Zeit zurückgereist bin. (...) Man hat das Gefühl, in der Zeit zurück zu reisen, zurück in einen früheren Zustand des Bewusstseins, den das Abflugland bereits überschritten hatte. Hier sind meine acht daraus resultierenden Lektionen:..."

Link zum Artikel:
Acht aktuelle Lektionen von Otto Scharmer



Preis für "Personenorientierung konkret"
der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft e.V.


Auch 2020 schreibt die Deutsche Heilpädagogische Gesellschaft e.V. wieder einen Preis aus. Das diesjährige Thema:
"Personenorientierung konkret".

Bewerben können sich Projekte, die "dazu beitragen, dass die individuellen Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und komplexem Unterstützungsbedarf Wirklichkeit werden."
Wir sind sicher, dass es im Kreise der Netzwerk-Mitglieder und im Umfeld entsprechende spannende Projekte gibt und möchten Sie und Euch zur Bewerbung ermuntern.

Link zum Ausschreibungstext:
Ausschreibungstext DHG Preis




Alle Termine für den Start der Weiterbildungen sind unter dem Vorbehalt, dass persönliche Treffen möglich sind. Über online-Formate wird nachgedacht. Sobald es zu den einzelnen Weiterbildungen neue Informationen gibt, können diese auf der Homepage des Netzwerks eingesehen werden.


Lugano,
atgabbes
in Italienisch
Leitung Tobias Zahn
verschoben
Beginn 09. Okt. 2020

Gallneukirchen,
Akademie Diakonie
Leitung Nicolette Blok
verschoben
Beginn Herbst 2020
Informationen unter Weiterbildung Gallneukirchen

Aachen,
Kulturwerkstatt in Bleiberger Fabrik
Leitung Sonja Mauritz
verschoben
Neuer Beginn 13. August 2020
Informationen unter Weiterbildung Aachen

Zürich,
winklusion
Leitung Tobias Zahn
Beginn 21. August 2020
Informationen unter Weiterbildung Zürich

Hannover,
Akademie für Reha-Berufe
Leitung Ninja Schwarz
Beginn 30. September 2020
Informationen unter Weiterbildung Hannover


Wenn Sie diese E-Mail (an: antje.morgenstern@web.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung e.V.
Steinrader Hauptstr. 16
23556 Lübeck
Deutschland


info@persoenliche-zukunftsplanung.eu
www.persoenliche-zukunftsplanung.eu

Vorsitzender: Jochen Felderbauer
Amtsgericht Lübeck Vereinsregisternummer: VR 3833 HL
Finanzamt Lübeck StNr. 22/290/85933